Ausgangssituation und Grundidee:
Der Verein Westfälisches Kinderdorf e. V. hat mit den Kinderdörfern „Lipperland" und „Niedersachsen" Einrichtungen der stationären Jugendhilfe geschaffen, die ihre Arbeit kontinuierlich qualifizieren und Ansehen und Akzeptanz steigern. Beide Kinderdörfer entwickeln dabei ihr ganz spezifisches individuelles Profil.


Die Tendenz der Entwicklung ist jedoch eine gemeinsame: Stärkung der ideologischen Position und der pädagogischen Ressourcen der Kinderdorffamilien durch die Entwicklung sinnvoll ergänzender Hilfeformen. Dabei wird auch „Neuland betreten", Angebote der Tagesbetreuung (KJHG §§ 22, 23 und 32) werden geschaffen.


Die Möglichkeiten des Vereins, Bestand zu bewahren, Qualität zu sichern, Antworten auf veränderte Problem- und Notlagen von Kindern und Jugendlichen zu geben, sind dabei noch nicht ausgeschöpft.


Der Bau und die Gestaltung des Hauses am Haterbusch sind von dem Grundgedanken getragen, dem Standort Paderborn einen Perspektiv- und Funktionswechsel zu ermöglichen,- weg von einem von den pädagogischen Einrichtungen des Vereins separierten Vereinssitz mit einer Gesamtverwaltung und den Referaten „Öffentlichkeitsarbeit" und „Pädagogik" zu einem Haus, das praktische Jugendhilfearbeit, moderne Verwaltung, interessante und aktionsreiche Öffentlichkeitsarbeit, pädagogische Beratung und pädagogischem Austausch sinnvoll und zweckmäßig kombiniert und konzentriert.

 

Ansatz und Konzept:
Der Kindergarten, als sinnstiftender Ort für die Entwicklung und Förderung der Individualität, des positiven (Selbst-)
Erlebens in sozialer Gemeinschaft Gleichaltriger öffnet sich.


Hin und wieder, zu bestimmten Anlässen, zu bestimmten Zeiten und in bestimmten Räumen ist er auch offen für die
Geschwister der Kinder, die die Einrichtung besuchen, für deren Eltern, andere Kinder und Erwachsene des Stadtteils
und der Stadt.


Der Kindergarten ist selbstverständlicher Teil der Lebenswirklichkeit von Kindern und Erwachsenen, Ort der Begegnung, der Kommunikation, nachhaltiger gemeinschaftlicher Erlebnisse, er „bindet" Menschen an sich und aneinander, gibt Halt, vermittelt ein Gefühl der Zugehörigkeit zur Gemeinschaft.

 

Eine Chance, sozialpädagogisches Handeln als Alltagshandeln zu organisieren, vertrauensvolle Offenheit anzubahnen und weitsichtige Prophylaxe zu betreiben.


Das heißt, dem Kindergarten auch einen Sinn als Stätte sozialer und pädagogischer Qualifizierung, Beratung und Hilfe zu geben.


Das von der Landespolitik gegenwärtig unterstützte Konzept, Tageseinrichtungen zu Kinder- und Familienzentren zu entwickeln, wurde vom Westfälischen Kinderdorf e. V. im Haus am Haterbusch 32 in Paderborn bereits mit Eröffnung 1996 angedacht, schrittweise entwickelt und erfolgreich praktiziert.


Rund 3000 Teilnehmer und Besucher besuchten den „SpielRAUM" am Haterbusch in den letzten 7 Jahren.


Mehrere hundert namhafte Künstler, Literaten, Naturwissenschaftler und PädagogInnen vom ungarischen Schachmeister, der westfälischen Schäferin, deutschlandweit bekannten Kabarettisten, der heimischen Konditormeisterin, dem Sterne- Koch, Mitarbeitern der Sternwarte, der biologischen Station, der Segelschule bis zur Spezialistin für Antlitzdiagnostik machten Kindern und Erwachsenen jährlich 60 Freizeit-, Beratungsund Fortbildungsangebote.


Die Volkshochschule für Kinder schrieb mit den zwei „Bestof" Programmen Erfolgsgeschichte.16 laufende Ausstellungen „Kunst im öffentlichen Raum" wurden den NutzerInnen des Hauses gezeigt.


Zahlreiche Familien konnten im Laufe der Zeit für mehrere Jahre an das Zentrum gebunden werden. Beratung und kleine Hilfen wurden den Betreffenden/Betroffenen unmittelbar zuteil.


Vom Verein wurde ein pädagogischer Ort und gern genutzter Treffpunkt etabliert, dessen Öffentlichkeitswirksamkeit in Sachen Kinder und Familie weit über den Stadtteil und die Stadt Paderborn hinausreicht.


Anlaß für den Westfälischen Kinderdorf e. V. seine Einrichtung am Haterbusch zukünftig als „Eltern-Kind-Zentrum" zu profilieren und mit 

  • der Förderung der Entwicklung im Kleinkind-, Vorschul- und Schulalter und
  • der Stärkung der Erziehungsfähigkeit der Eltern und Familien fachlich neue Schwerpunkte zu setzen.
Für den Verein als spendensammelnde und steuerbegünstigte Organisation bedeutet das, aktuelle gesellschaftliche und soziale Entwicklungen wie neue Armut, Zunahme der Alleinerziehenden und Patchwork-Familien, Migration und Assimilation aufzugreifen und für die Bekämpfung der Probleme, die im Zusammenleben und bei der Versorgung, Erziehung und Bildung der Kinder durch Eltern und Familien entstehen, Spenden- und Bußgeldmittel einzuwerben und einzusetzen.

Familien erhalten ab zwei Kindern im Paderborner Familienservicecenter kostenfrei einen Familienpass und damit bei
den mit ** gekennzeichneten Förderangeboten einen Preisnachlass von 50 %.
Kostenfreie Förderangebote sind mit *** gekennzeichnet.

 

Programm 2009

Das aktuelle Kursprogramm erhalten Sie hier als PDF:

DZI Spendensiegel

Der Verein Westfälisches Kinderdorf e.V. geht absolut vertrauenswürdig mit Ihren Spenden um. Das garantieren wir Ihnen. Bestätigt wird dies alljährlich durch das Deutsche Zentralinstitut für  soziale Fragen (DZI).

 

DZI Spendensiegel